Revolutionäre Trauer, Live vom Marx is Muss Kongress 2026

Shownotes

Wie können wir mit der Trauer über verlorene und vermeintlich aussichtslose Kämpfe umgehen? Wir diskutieren darüber, wie Trauer, Wut, Hoffnung und Hoffnungslosigkeit uns dabei helfen können, die Ursachen der gegenwärtigen Katastrophen in Frage zu stellen.
Das Gespräch knüpft an die Aufnahmen aus der Gesprächsreihe Love&Rage von 2024 an, in der wir über Gefühle und linke Theorie sprechen.

Kauft Şeydas Debütroman "Zeit der Monster" und kommt zur Signierstunde im Kalker Buchladen in Köln.

Supportet das In-Haus, das den Podcast ermöglicht auf: ihaus.org.

Danke an Marx 21: https://www.marx21.de/

Supportet Justice for Pedro: https://justiceforpedro.de/

Ressourcen zur Folge:
- Karl Marx: Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung
- Nimmi Gowrinathan - Radicalizing her
- Abdaljawad Omar - Can the Palestinian Mourn?
- Hannah Proctor – Burnout: The Emotional Experience of Political Defeat
- Fabian Saul - Is Hope in the Room With Us Right Now? https://thediasporist.de/is-hope-in-the-room-with-us-right-now/
- ALPAS Pilipinas auf Instagram

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo und schön, dass ihr da seid.

00:00:02: bei hast du alles.

00:00:03: Ich bin Kuso und moderiere für euch diesen Podcast.

00:00:06: Die heutige Folge ist eine Aufnahme unseres Gesprächs auf dem Marxus-Musskongress.

00:00:10: twenty-sechsundzwanzig – quasi der inoffizielle vierte Teil unserer Lovin' Rage Serie!

00:00:16: An dieser Stelle nochmal einen riesigen Dank an MaxEinundzwantzig.

00:00:19: Alle Infos dazu findet ihr auch am Anfang der Folge von Luan.

00:00:24: Außerdem shaders The Büromann Zeit der Monsters ab dem einundzwzigsten siebten erhältlich Wie ihr Hörerinnen des Podcasts ja wisst von den Episoden mit ihr, Shader ist brillant.

00:00:34: Ihre Arbeit ist unverzichtbar für alle die für eine bessere Welt kämpfen und auch alle die das in Zukunft tun wollen.

00:00:40: Ich freue mich riesig riesig auf ihre Büro.

00:00:42: machen.

00:00:43: Tut euch den Gefallen und kauft ihnen Köln zum Beispiel in der Kalka Buchhandlung mitten aus dem Viertel dass ihr Buch inspiriert Da es am einundzwanzigsten siebten auch ihre Signi-Aktion Und ne Brücke?

00:00:56: Das Innenhaus des Engen mit dem Kalkabuchladen verbundenes ermöglicht auch Folgen wie diese und diesen Podcast insgesamt.

00:01:03: Ihr könnt sie direkt zu porten auf ehouse.org.

00:01:07: Und noch ein kleiner Hinweis, manchmal beziehen wir uns auf Memes und Grafiken die ihr nicht sehen kann zum Beispiel in dem Teil wo es um das Yamatal geht.

00:01:14: Ihr müsst einfach vertrauen dass es lustig ist.

00:01:17: Ich spreche einige Male die Initiative Justice for Pedro an.

00:01:21: Bitte unterstützt die INI.

00:01:22: Sie stellt euch viele Option dafür zur Auswahl Zum Beispiel Spenden Aufrufe teilen offene Briefe schreiben etc.

00:01:29: Ihr findet alle Infos dazu auf dem Instagram-Kanal oder auf der Website von Justice for Pedro.

00:01:35: Zuletzt lieben Dank an Radi, der mir das Konzept von encasing über das sie Sprecher näher gebracht hat.

00:01:42: Viel Spaß euch mit der Folge!

00:01:47: Hey, guten Morgen und herzlich Willkommen zum vierten Tag des Maxismus.

00:01:52: Es ist toll wie viele von euch heute da sind um die Veranstaltung Devolutioniertes Rauer mit Shayna Kurt und Kuso Ewingmanns werden.

00:01:59: nun Ich bin Duan, ich bin organisiert bei MNU-Twanzig und koordiniere mit Johanna Delicoepe im Ministerischen Sprang beim Maxismus.

00:02:07: Bevor wir rein starten gibt es ein paar Orgaansagen.

00:02:11: Erst mal dazu was Marchs XXI also ist wie hier diese Veranstaltung organisieren.

00:02:18: Wir als MarchsXI sind ein Netzwerk aus revolutionären Sozialisten.

00:02:22: Wir halten es für notwendig uns zu organisieren um gemeinsam den Herausbordemung des Kapitalismus im XXI Jahrhundert wie Klimakatastrophe, Rechtsdruck etc.

00:02:32: etwas entgeben zu setzen.

00:02:33: Dabei verstehen wir uns in der Tradition des Fussalismus von Munden das heißt der Emanzipation Selbstbefreiung und der kollektiven Handlungsfähigkeit.

00:02:41: Wir sind sowohl in Gewerkschaften als auch Bewegungen und im Partei-Delinge-Aktien.

00:02:45: Dabei stehen nicht bedehrend an der Seitenlinie sondern organisieren gemeinsame erfolgreiche Kämpfe um landfristig politische Kräfteverhältnisse zu verschiefen.

00:02:53: Wenn ihr euch für unsere Arbeit interessiert könnt ihr gerne an einer der Marchs-Einezwanzig-Schwärts-Ich-Vorschlots-Teilingen, die es dort gibt.

00:03:00: Am Freitagabend, Samstag, Mittag und am Nachmittag.

00:03:03: So dann einmal zu den beiden Referenzinnen wie wir hier heute begrüßen dürfen.

00:03:08: Einmal zu Kuso-Erich.

00:03:10: Kuso Erich ist kommunistische Abolitionistin, organisiert zu den Schwerfunkten Rassismus und Polizei, teilt der Kampagne Sicherheit für alle und promoviert zur Verbindung von Polizeipraxis und gruppenbasierten Ton.

00:03:22: Derzeit leite CUSO den Bereich politische Bildung einer kleinen, migrantischen Selbstorganisation und war in der Vergangenheit im Gremium zur Aufarbeitung der kolonialen Geschichte der Stadt Köln.

00:03:32: Und um Vorstand des Bundesverbandes TransAxie.

00:03:35: Im Hast du alles Podcast spricht CUSo mit Aktivistinnen so vielfältigen abonationistischen und internationalistischen Themen.

00:03:43: Hallo!

00:03:53: Schön ja kurz ist Zürichstellerin, Obizistin und Moderatorin besießt Autoren der Bücher radikale Särtigkeit, warum lieber politisch ist von Jahrzehntundzwanzig und Hass an der Macht eines widerständigen Gefühls, in denen sie Gefühle und Widerstand im Spannungsfeld von Kapitalismus, Ratskechardt und Rassismus erforscht.

00:04:12: Außerdem ist die Mitte herausgebernde Sammelbandes Spielkritik kritische Perspektiven auf Videospiel und Kapitalismus.

00:04:18: von Jahrzentzevierundzwzig moderiert eine Torfreie am Schauspielhorst Grogom und schreist Bildentexte.

00:04:24: Im Juli-Zwanzi-Sächsendzwanziger erscheint erster Roman Zeit der Monster.

00:04:27: Hallo Schäler!

00:04:33: Guten Morgen, erst mal vielen Dank für die Vorstellung.

00:04:35: Vielen dank ans Awareness-Team.

00:04:37: Vielen Dank schonmal an die Menschen, die die Übersetzung machen.

00:04:41: wir haben einen sehr harten Job werden darauf achten dass wir daher langsam und verständlich sprechen heute.

00:04:50: guten morgen an euch alle.

00:04:51: total schön das der Raum so voll ist.

00:04:53: ich würde sich um der Uhrzeit bin ich sonst nicht so auf der Bühne in der Regel oder im Publikum.

00:05:02: Deswegen sehr viel Respekt und Dank an euch, dass ihr heute Morgen hierher gekommen seid um Kuso und mir zuzuhören.

00:05:13: Ja, Kuso hat mich nicht nur befreundet sondern auch gemeinsam politisch interessiert und organisiert und haben unter anderem vor zwei Jahren glaube ich war es.

00:05:24: Da hatte Kuso die großartige Idee das wäre in Köln die eine Bildungs- und Talkreihe veranstalten, zu Kritik und Utropien.

00:05:35: Die hieß Love and Rage.

00:05:37: oder haben wir bei unterschiedlichen Dingen in verschiedenen Orten in Köln, wie angegliedert sind oder solidarisch mit linken abolitionistischen Bewegungen veranstaltet unter anderem zur Liebe und Sozialismus, Abolitionismus und Feminismus und die letzte dann tatsächlich zu revolutionären Gefühlen?

00:05:57: Und schon damals haben wir über das Thema Trauer gesprochen und dachten, dass wir das Gespräch heute hier nochmal vertiefen könnten.

00:06:07: Habe ich was vergessen?

00:06:08: Ich glaube, das war genau das!

00:06:10: Okay...

00:06:12: Vielleicht noch zu dem Hintergrund und wie wir auch einleiten werden uns am Anfang auch relativ nah an einem Text von Marx aufhalten und die Idee war so'n bisschen politische Bildung zumindest in Köln zugänglich zu machen, wo sie außerhalb der Uni sehr sehr schwierig selbst organisiert ist.

00:06:31: Ich weiß nicht ob ihr es kennt ich habe viel Zeit in meiner Anfangspolitisierung in so Marxlese-Kaisen verbracht und niemand so richtig wusste dann was das heißt?

00:06:38: Und dann ist natürlich auch schwierig irgendwie so zu spekulieren.

00:06:41: und gleichzeitig und diese Entwicklung ist natürlich strukturell gab's sowas wie eben maxistische Bildung ja vorsätzlich an Unis gerade in Leuchttand und das ist ja eine Entwicklung die davor wurden Leute dafür verfolgt Und seit Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts ist das vor allem irgendwie ein unnivelles Zugängnis.

00:06:57: So habe ich auch die Texte gelernt oder den Text, von dem wir uns heute drehen und auch kritisch drauf zu gucken weil es natürlich etwas mit einer Perspektive macht diese Dinge nur in einem Unikontext zu besprechen falls Leute sich da wieder finden.

00:07:08: Es gibt ganz tolle andere Bildungsräume vor allem in Berlin In Köln dann schwierig Auch ein paar aber das war unser Beitrag dazu.

00:07:17: Ja Hier vorne sind übrigens noch Sitzplätze für alle Leute, die gerade noch stehen in den hinteren Rhein oder die es irgendwie so ganz gemütlich haben.

00:07:30: Könnte ruhig näher kommen.

00:07:36: Ja vielleicht beginnen wir mit der Frage warum überhaupt übertrauer sprechen?

00:07:41: Also warum kommen wir auf einem Kongress namens Maxismus zusammen und sprechen über Trauer?

00:07:48: Ich glaube für mich persönlich, die Auseinandersetzung mit Trauer auch aus einer politischen Perspektive ist auch ein Produkt aus einem gewissen Widerspruch.

00:07:58: Also ich bin sehr gespannt gleich von dir zu hören Kuso was du darüber denkst.

00:08:04: aber als Menschen mit einem gewissem bestimmten politischem Bewusstsein versuchen wir ja schon unsere Kämpfe unsere Forderungen oder alles letztendlich, wofür die Kontexte in dem wir uns bewegen ins historischen Verhältnis zu sehen und aus der Gegenwart heraus die Zukunft vorwegzunehmen.

00:08:30: Wir wissen das wir Samen sein in der Gegenwahrt von denen wir nicht unbedingt wissen wann sie sprießen werden ob sie spriessen werden und es ist eine Ungleichzeitigkeit finde ich in der wir uns ständig bewegen die er uns aber auch erlaub natürlich Einerseits auf etwas zu verweisen, was außerhalb unserer Gegenwart vielleicht auch außerhalb unsmer selbst liegt.

00:08:52: Aber dann gleichzeitig wenn ich mich manchmal der Gegenwart stelle wie sie ist werde ich von einer unheimlichen Traurigkeit überrollen.

00:09:01: Wie geht's dir Koso?

00:09:03: Damit!

00:09:05: Ja ganz ähnlich.

00:09:07: Ganz ähnlich.

00:09:09: Der Kabel so angerissen... Ich beschäftige mich extrem viel mit gruppenbasierten Tonen.

00:09:16: Les fiel darüber in was für einen unfassbaren Ausmaß dieses System, die politische Ökonomie Tode produziert.

00:09:26: Mit unterschiedlichen Logiken aber wenn ich mir allein vorstelle die Bezugspunkte, die wir uns in den politischen Kämpfen nehmen so etwas wie Hanau und zum Beispiel die Geschichten und die Biografien der neuen Menschen in dem Vordergrund zu stellen.

00:09:41: Am achten April wurde Pedro Corona in Köln von Polizistinnen ins Koma gebracht, obwohl er eigentlich Hilfe gebraucht hat.

00:09:48: In seiner eigenen Wohnung und in diese einzulernen Biografien jeweils reingucken und denke die Trauer dies eigentlich bräuchte um den gerecht zu werden kann ich gar nicht fühlen und wird zu stark und gleichzeitig zu wissen so wie vielen hunderten tausend so wie viele Millionen tatsächlich dieses System tötet.

00:10:12: Ganz ganz explizit mit Bomben, mit Waffen und wir werden später noch darüber Kriegsökonomie quatschen aber auch mit verkürzten Leben.

00:10:23: Wir leben beide auf der rechtsrheinischen Kalkseite.

00:10:27: Köln ist so ziemlich exemplarisch allein geteilt und dort ist es auf die Lebenserwartung ungefähr sieben Jahre geringer als in Zeiten als auf der linken reinen seite und das alles in lebensjahre die uns genommen werden.

00:10:43: die arbeitenden menschen rasifizierten menschen Die sterblichkeit von transperson ich glaube ich kann keine transperson diene nicht in ihrem umfeld auch so ein Suizid ein großes thema spielt also wie oft wir leute verlieren ist Heft es und Hat natürlich eine enorme traur.

00:11:01: wenn dann Stellt sich so ein bisschen die Frage, wie setzen wir das ins Verhältnis zu unseren politischen Kämpfen?

00:11:06: Was machen wir damit?

00:11:07: Gehen wir auf.

00:11:08: Schließen wir uns ein als zu viel.

00:11:10: Kämpfen wir damit, traumatisieren ... Genau.

00:11:14: Wohin damit?

00:11:14: was macht denn denn

00:11:17: das?

00:11:17: Wir haben ja auch darüber gesprochen im Vorgespräch.

00:11:19: Also sehe ich es total.

00:11:21: Ich meine das allgegenwärtige Unsagbare Leid.

00:11:28: Das gibt gerade auch wenn man anfängt sich mit politischen Analysen zu beschäftigen und die Dinge in einen größeren Zusammenhang zu setzen.

00:11:37: Also ich habe auch das Gefühl, dass wir manchmal so eine etwas romantisierende Vorstellung von Aktivismus haben – von Ja, wärt politisch aktiv?

00:11:45: Und dann heilst du und dann fühlst du natürlich es ist ein Weg, eine gewisse Agency zu gewinnen.

00:11:50: also wenn nicht der Weg schlechthin aber gleichzeitig Ich glaube, ich schaffe das auch eine Klarheit die oftmals sehr, sehr schmerzvoll ist.

00:11:58: Erst mal zumindest am Anfang und... ...ich glaube auch dass in den vergangen Jahren sehr viele Menschen auch erst so eine sehr starke Erfahrung auch im aktivistischen Kontext auf einer klissen Unzulänglichkeit oder auch so einen Verlust von Illusionen.

00:12:14: also nicht, dass ich zum Beispiel sehr viel Illusion geregt hätte.

00:12:17: Ich glaube hier war schon immer klar, dass wenn man sich wenn man aus einer linken Perspektive kämpft, dass man schon immer irgendwie auf eine Perspektiv-, aus einer Position der Unterlegenheit zumindest auf Sachen von Infrastruktur, Geld und so weiter und sofort kämpfte.

00:12:36: Aber ich glaube auch jetzt gerade in den letzten Jahren durch den Genozid in Gaza ein Palästina Und die balistiner solidarische Bewegung in Deutschland hat sehr krass gekämmt und auch sehr viel geleistet.

00:12:49: Ich habe mit sehr vielen Menschen gesprochen, die einfach völlig entgeistert waren und gesagt haben, dass sie dieses Gefühl des nicht aufhalten zu können und wirklich diese Erfahrung von Unmacht und Unzulänglichkeit zu machen, das glaube ich in den letzten Jahren auch sehr viele Menschen getroffen.

00:13:03: Für mich persönlich war eigentlich auch so mit zu erleben im letzten Jahr zum Beispiel die Angriffe auf Rojava auf ein politisches Projekt in Nord- und Ostsyrien, also wie diese progressiven politischen Projekte für die man gekämpft hat.

00:13:19: Viele viele Jahre und wo dann auch gewisse Kämpfe einfach aussichtslos werden.

00:13:24: Und worüber wir auch gesprochen haben im Vorgespräch war auch dieses Lechassouda-Onomandos zu sagen, dieses Kämpfen für eine Welt, die man selbst gar nicht unbedingt miterleben wird und was das eigentlich bedeutet?

00:13:42: Da bin ich wieder ein bisschen bei dem Thema Tod.

00:13:44: Ich glaube, wenn Leute eine Person verloren haben die ungefähr im gleichen Alter war, die die gleichen Kämpfe geführt hat.

00:13:51: Sulti war eine Person, die vielleicht viele Leute hier auch kannten und das war schon auch einschneidend.

00:13:56: Eine Person die so wichtig war für Kämpfer, für Bleibereicht, für Käpfe gegen Racial Capitalism in großem und ganzen gehen und unfassbar viel in ihrem Leben erreicht haben was die politischen Kämpfe eingeht und die objektive Lage, da müssen wir uns nichts vormachen immer schlechter wird.

00:14:17: Und dass es eine reale Chance ist zu kämpfen und weiterzukäpfen.

00:14:21: und dann bin ich tot und die Welt sieht schlechter aus als zu dem Zeitpunkt.

00:14:26: Als ich da war, objektiv in so einem Fall wie viele Tode, wie viele Jahre werden uns genommen?

00:14:30: Was sind die Zustände der Verfolgung unter den Menschen?

00:14:32: leben müssen zukünftig wenn wir es nicht schaffen das irgendwie besser hinzukriemen.

00:14:38: Dieser Talk wird nicht die ganze Zeit dabei bleiben, aber das ist natürlich die Realität von der wir so starten wenn wir uns mit politischer Trauer geschäftigen und dann gucken was heißt das für die Praxis?

00:14:51: Das heißt auch etwas zu trauen was man ja eigentlich nie wirklich verloren hat weil die Welt für die wir kämpfen haben noch nicht gehabt.

00:15:00: Aber zugleich deren Anwesenheit wir ja auch irgendwie überall spüren und auch versuchen, in der Gegenwart schon vorwegzunehmen.

00:15:07: Also die Philosophin Bini Adamczyk spricht zum Beispiel von der Trauer auf um verpasste Zukunfte Und ich glaube dass das eben auch am Ende diese Gleichzeitigkeiten nicht aushalten zu können, eben auch dafür dass viele Menschen sich zum Teil aus politischen Kämpfen zurückziehen, weil sie mit dieser Illusionierung und dieser Trauer auch nicht umgehen können.

00:15:30: Aber gleichzeitig glaube ich auch, dass diese Tragik und diese Trauer anzuerkennen sehr wichtig ist, um ein realistisches Bild unserer Mittel, unserer Möglichkeiten letztendlich zu gewinnen.

00:15:42: Und ich persönlich bin auch bei sich in migrantischen Kontexten politisiert worden – in migrantischer Selbstorganisation wo es sehr normal ist, dass durch die rituale Klage auch eine gewisse Form von Spiritualität trauer praktiziert wird und aussprechbar gemacht wird.

00:16:01: Und ich sehe das sehr wenig sonst in der deutschen Linke.

00:16:03: und dann denke ich immer so are these people okay?

00:16:06: So... Are you dimm?

00:16:09: Essen soll das so ein bisschen!

00:16:10: Ich glaube auch als Schriftstellerin, die sich mit diesen Themen beschäftigt hat in den letzten Jahren eben auch in britischen Spannungsfeldern weiß ich auch, dass wenn Menschen keine Sprache für Gefühle haben in diesem Falle Trauer.

00:16:24: Dass eben auch diese Kontexte indem diese Gefühl auftrauen oder das Leiden sehr stark individualisiert wird und dass es eher als mein persönliches Versagen gesehen wird als eine Anerkennung von Trauer die letztendlich auch dazu führt die Gründe die dazu geführt haben auch ja auch kollektiv erfahrbarer bekämpfbar zu machen.

00:16:49: Ja.

00:16:49: Du sagst auch die Welten, die wir nie sehen werden und ich habe bei diesen Selbstbeschreibungen... Ich weiß das schreibt ihr immer neuer mit.

00:16:57: Denkst du was sage ich jetzt über mich?

00:16:58: Und dieses am Anfang kommunistische Abolitionistin ist klar der kommunistisch Part dass ich nicht sehe also dass sich vor allem die Ludwendigkeit sehr komplexe Systeme zu organisieren, die Dinge koordinieren wie wir zusammenlegen.

00:17:11: Das ist die Organisations- und Koordinierungsfrage natürlich ganz starker vor der Kutsche geht.

00:17:15: aber den so ein bisschen anarchistischen Part des Ablyzynismus, dass die Welten, die wir schaffen im Kionetz und miteinander das... ...die Zukunft, die Wir wollen vorwegnehmen.

00:17:26: Also keine Ahnung der Großteil der Leute wenn sie auf große Schwierigkeiten stoßen haben keine andere Option als die Eins als Null zu wählen und diesen gewaltigen Staatsapparat Dingen zum Mobilisieren.

00:17:38: oder wir haben tausend Nummern, hundert Nummern von Genossinnen von Friends Die wir wählen können.

00:17:42: Wir unterstützen uns im Viertel gegenseitig.

00:17:45: Wir haben Stadtteilläden Es gibt so recht viel Kritik an Szene-Politik, aber gleichzeitig die Räume zu schaffen in denen wir schon so leben oder das ein Stück weit vorweg nehmen.

00:17:55: Wie wir leben wollen ist mir ein ganz wichtiger Part meiner Politik und sozusagen den ich über genau alle Kritikern sich definieren lieber einen Abkanzeln nach außen und auch mitnehmen will.

00:18:05: sozusagen also ja ich werde die Welt im Großen und Ganzen sehr wahrscheinlich nicht zugesichten kommen und im Kleinen und in unseren Ziehungen zusammen lebt ja auch schon soviel davon und das macht irgendwie das Leben auch So auf einer ganz emotionalen Legende.

00:18:18: Der Joy-Partner, du?

00:18:20: Ja wir haben so ein bisschen unsere Powerband.

00:18:22: Präsentation ja ist so ein bißchen albern aber schön es sind viele lustige Bilder.

00:18:31: vielleicht kommen wir auch mal und sagen ja okay das ist jetzt gleich komme ich noch eins weiter.

00:18:35: ok cool Wir dachten uns natürlich, wir gehen jetzt auf ein Kongress.

00:18:42: Da heißt Marxismus.

00:18:43: und wenn wir nicht über Marx sprechen gleich morgens um zehn oder hinterlässt jemand eine schlechte Bewertung bei Google?

00:18:52: Niemand hat über Marx geredet.

00:18:54: Deswegen haben wir das schon vorher Gedanken gemacht.

00:18:56: Also hat Marx zum Beispiel über Trauer nachgedacht Ich würde sagen nicht unbedingt aber über Trost tatsächlich Und zwar in einem seiner Texte oder, ich mein das Zitat werdet ihr vielleicht auch kennen.

00:19:15: Ich würde sagen es ist wahrscheinlich einste Zitat von Marx die bis heute am häufigsten ja nicht misinterpretiert aber als er verkürzt interpretiert werden und zwar das Zitat des Religions ist das Opium des Volkes Das Marx in der Einleitung zu seiner Hegelchen Rechtsphilosophie anbringt.

00:19:36: Was häufig übersetzt wird, so einer vulgieren Religionskritik von Ja-Religion betäubt, Religion ist schlecht und wenn du kein Atheist bist dann weiß ich nicht.

00:19:50: Übrigens gerade was eben Fädel gesagt.

00:19:52: nur kurze Anmerkung fädel heißt auf Kölsch Viertel noch kurz als das.

00:19:59: Aber ich möchte heute darüber sprechen, vielleicht oder es ist mir ein Anliegen auch darüber zu sprechen.

00:20:04: Das mag's noch viel mehr.

00:20:05: damit meint sie und vor allem auch damit meinte das Religion eine Antwort ist.

00:20:10: Und ich glaube bis heute eine der wirkmächtigsten Antworten wenn man sich immer noch anstatt wie viele Menschen Kirchen anziehen einen Ausdruck eben von einen Bedürfnis nach realer Bewältigung von Gegenwart, Sinn und Entlastung.

00:20:28: Und auch Trost in einer untröstlichen Welt.

00:20:31: Könnt ihr mal kurz in den Text vielleicht reinschauen?

00:20:33: Oder hast du ... Du hast ja noch mal gestern im Zug, glaub ich.

00:20:38: Ich lese einfach mal kurz aus der Stelle vor.

00:20:44: Und zwar ist die Religion heißt es das Selbstbewusstsein und das Selbstgefühl des Menschen, der sich selbst entweder nicht erworben oder schon wieder verloren hat.

00:20:53: Die Religion ist die allgemeine Theorie dieser Welt, ihr Allgemeiner Trost- und Rechtfertigungsgrund.

00:21:00: Sie isst die fantastische Verwirklichung des menschlichen Wesens, weil das menschliche Wesen keine wahre Wirklichkeit besitzt.

00:21:07: Der Kampf gegen die Religion ist also mittelbar der Kampf gegen jene Welt, deren geistiges Aroma die Religion isst!

00:21:23: Sie ist das Opium des Volkes.

00:21:28: Kuso, du hast mir eben erzählt, dass ihr damals im Uniseminal über den Text gesprochen habt und dass du ihn jetzt aber nochmal neu gelesen hast mit einer neuen Perspektive.

00:21:36: Jetzt bin ich natürlich sehr gespannt, was deine neuen Erkenntnisse sind.

00:21:41: Das Ding so Sachen in der Uni durchzuarbeiten, dass die Dozentin krass antideutsch war und es dann natürlich so ein Endeffekt alles, was wir da im Seminar arbeitet haben auch noch anders gesehen hat, hat's jetzt auch schon eine Weile her.

00:21:54: Aber ich habe mich dann schon mit dem Bezug auf die Vorbereitung für heute gefragt, was können wir da in Bezug darauf trauern?

00:22:01: Die politischen Kämpfe lernen und ich finde also im Bezug Auf Religionskritik diesen Satz davor.

00:22:06: Sie ist der geistloser Zustände.

00:22:09: so lässt die Religion gar nicht ultra schlecht dastehen sondern es geht darum die Welt zu kritisieren an der sowas wie Religion notwendig ist.

00:22:17: Und ich finde das später ein Text ganz spannend weil ja Schon auch zu einer Revolution irgendwie.

00:22:25: Er appelliert als Aufruft.

00:22:28: Es schreibt später, es fehle jene Genialität welche die materielle Macht zur politischen Gewalt begeistert Jene revolutionäre Kühnheit welcher dem Gegner die trotzige Parole zuschleudert Ich bin nichts und ich müsste alles sein.

00:22:45: Das heißt Die Trauer Und der Schmerz über diese Welt in der wir nicht sind das sind auch andere sehr viel zitierte.

00:22:53: Marx Zitat in diesem Text krass die Traber geschrieben und er will diese Trauer übersetzen in eine Praxis der revolutionären Umwälzung, eine revolutionäre Praxis.

00:23:10: Und so beschreibt er auf das Religionskritik eigentlich.

00:23:15: der Aufruf dazu ist alle Verhältnisse umzuwerfen oder dann den Rest können wahrscheinlich vieler in den Menschen einkeichtes Wesatz und so weiter.

00:23:26: Was ganz spannend ist wenn wir uns Trauer angucken die Analyse, was wie es eigentlich ein bestimmter Teil der Gesellschaft schafft ihre particularen Interessen.

00:23:37: Die herrschenden Interessen als diejenigen zu verkaufen, die allgemein gültig wäre und so Sachen wie Staatstrauer, wann wird die Flagge auf Halbmast gerissen?

00:23:48: Also Religionen, wenn wir uns in Iran angucken gerade also nach den Todrahmenis sind natürlich Trauer auch ein Instrument zu einer Schaffung eines segemonialen Narratives zur Aufrechterhaltung von Macht, wenn sie durch Staaten kommen.

00:24:05: Und somit natürlich auch klar, welche Tote betrauert werden können und welche nicht.

00:24:10: Genau, wir haben jetzt hier das sehr krasse Beispiel.

00:24:13: Das gehen uns jetzt die Ballestiner in den letzten Jahren oder dieser krassen Phase der letzten Jahre seit Oktober, aber so viel mehr Beispiele.

00:24:25: Eine Sache ist, dass wir ein Gegenwerk bewirken können und die Politik rund um Trauer.

00:24:30: Und wenn wir erinnern wie wir für die Toten kämpfen und denjenigen, denen jetzt gereitern getan werden, ist glaube ich nur Praxis, die politisch mobilisierbar ist... ...und genau!

00:24:44: Er beschreibt die Religion auch als jammertal?

00:24:53: Genau!

00:24:55: Ich würde mich da direkt einweisen lassen, wenn es Yamatal ist so.

00:24:59: Die Kritik der Religion ist also in keinem die Kritik des Yamatals dessen Heiligen scheint wie Religion das.

00:25:05: Mir hat's geholfen, dass wir ein bisschen zu visualisieren, dass was eigentlich Abhilfe schafft für den Moment, wenn ihr gerne in die Saume ergeht oder so.

00:25:16: Das ist die Rolle, die Magst der Religion zu schreiben an meiner Interpretation.

00:25:19: Wir können uns ja gern am Ende auch tutorschtreiben!

00:25:23: Mir war auch nicht so klar, dass Opium auch im neunzehnten Jahrhundert... Also ich glaube aus gigwärtiger Perspektive, wenn wir das ja tatsächlich übersetzen mit Betäubung.

00:25:31: Das wäre, glaube ich, die primäre Assoziation.

00:25:34: aber das ist schon sowas bedeutet hat auch damals im Kontext... ...zu Kontext des Schreitens dieses Textes auch Opium-Eben-Schmerzmittel oder tatsächlich auch Trost bedeutet.

00:25:46: Ja, jammern tal!

00:25:50: Euch fährt das auch sehr interessant, wie du gesagt hast noch mal zu der Politisierung oder natürlich zu einer hegemonialen Trauer.

00:25:58: Ich meine die Frankfurter Schule hat sich ja später aus Seffi damit beschäftigt auch ausgehen von einer magischen Analyse, wie auch Trost durch das System verwaltet wird vor allem durch Konsum zum Beispiel.

00:26:11: also dass eben durch die Verwaltung von Trost, durch Konsomiere dann Hollywoodfilme System, die Herrschaft stabilisiert wird.

00:26:24: Ganz anders hat es ja aber zum Beispiel Erzloch gesehen später wie er den Text gedeutet hat dass er gesagt hat okay Menschen leben eben nicht nur in einer Realität in dieser Realität sondern eben auch oder sie leben nicht nur von dem was die materielle Realität ihnen gibt Sondern sie leben auch von so etwas wie Hoffnung und hat dann über das Prinzip Hoffnung geschrieben Und sagt ob das auch diese religiöse oder kulturelle Trost zumindest utopische Überschüsse enthalten kann, die eben schon – darüber hast du ja auch schon gesprochen – Bilder einer besseren Welt vorwegnemen können.

00:26:58: Also das bedeutet Trost ist nicht nur einfach eine Illusion sondern auch eine Vorwegnahme von Befreiung und ich glaube wie du auch schon gesagt hast natürlich dann voraussetzt dass das leid dass diesen Trost überhaupt erforderlich macht.

00:27:16: Anerkannt wird, die Ursachen des Slides auch anerkannt werden und das ohne Anerkennung aber auch der Trauer dieser Trost am Ende tatsächlich Gefahr läuft einfach nur Betäubung zu werden.

00:27:27: Und ich werde auch sagen, dass Trauer dann hier vielleicht etwas anderes ist als diese linke Melancholie wo es oftmals so ein unvermittelbares oder unsprechbares Slide gibt.

00:27:37: Aber ich glaube dazu kommen wir vielleicht später noch mal zurück.

00:27:41: Möchtest du noch was zum Jammerteil sagen, ansonsten bin ich sehr gespannt von dir.

00:27:45: Du hattest im Vorgespräch über encasing als Strategie... Trauerstrategie gesprochen?

00:27:53: Ja volles Guck mir wieder rauskommen!

00:28:01: Ich lerne viel von und mit.

00:28:04: Früher hat man zu Dritte Weltmaxes den genannt, in dem ganz dankbar Teil davon sein zu können beispielsweise mit philippinischen Widerstandskämpfern in Kommunistinnen zu organisieren, in der es eine ganz große Wärme auch gibt.

00:28:18: Ich bin auch hierher wie Kommunistin sozusagen.

00:28:22: aber es sind jetzt glaube ich oft nicht die Kreise in denen die Wärmung vielleicht am größten geschrieben wird und woran wir arbeiten können in der Kultur untereinander und das ist in allen anderen Geografien wo ich dich kenne und mit dem ich solidarisch sein kann.

00:28:38: kämpfen kann irgendwie anders.

00:28:40: erlebe Banner oben, das Stop the Killingsbanner ist... Das war ein Kassel.

00:28:48: Es geht um die Welt und es eine Kunstinstallation der Gruppe Respark Die sich gegen die massenhafte Tötung von vor allem Drogen abhängigen suchtkrankten Menschen oder denen den das zugeschrieben wird sowie zugeschriebene oder echten Kommunistinnen auf der Philippine.

00:29:06: Das waren in einer Zahl Ende des Ende der zwei Tausend Zehner Jahre über dreißigtausend Menschen.

00:29:13: Und da, auch da steht die Trauer im Zentrum.

00:29:16: Aber ein Zentrum stehen finde ich spannend weil Nimi Gurinathan, die das Buch geschrieben hat, Radicalizing Her, hat das Konzept von Encasing.

00:29:27: und Encasing bedeutet in dem Fall sie guckt sich Widerstandskampfer in der Liberation Tigers of Tamil Deela haben und fahrt in Kolumbien also sehr klar so schon maxistischen Formationen meditalisierter Wielerstandskamfer an und benutzt dieses Konzept von Casing als ich habe meine Politik im Außen, dass das erste mit der Leute konfrontiert werden.

00:29:57: Die Trauer ist im Inneren die spont an also sie ist Teil davon.

00:30:02: es wird nicht raus definiert.

00:30:03: Das ist nicht der Fall, dass wir sagen ne isst.

00:30:06: Wenn ich traue drüber oder jetzt gehts um die Organisierung stelle ich nicht so an mach deine Aufgaben sondern Die Trauer schon thematisieren zu können, aber immer so dass Menschen als erstes deine politische Ausrichtung wahrnehmen.

00:30:21: Deine politische Praxis und ich glaube das ist auf der Punkt der so tricky ist wo ich am Anfang meiner Politisierung glaube ich gedacht habe die Trauer und die Wut an sich ist schon ein politisches Programm.

00:30:31: Das dem ist natürlich nicht so allior.

00:30:33: weil Menschen gemeinsam verletzt oder verletzlich verletzbar sind haben sie nicht automatisch ein case was diese Situation löst Und das ist eben die Entwicklung der politischen Inhalte, die unfassbar herausfordernd ist.

00:30:46: Aber... ...die Trauer darum ist eben sehr wichtig.

00:30:51: Die Trau anzunehmen ist immer sehr wichtig!

00:30:54: Genau und was ich vorhin so ein bisschen angerissen habe mit dem kann auch ein politisierendes Element sein ist dass sich natürlich heutzutage des Verhältnis im Produktionsapparat grundsätzlich geändert hat zum klassischen Industrieprolizziat Das es immer noch gibt aber wie in Deutschland, die auch ganz viele andere Formationen haben.

00:31:16: Ich gebe

00:31:17: das Beispiel aus der Kampagnesicherheit für alle und wir arbeiten viel mit Gewerkschaftsorganisern zusammen, die uns dankenswerterweise soviel von dem Wissen weitergeben.

00:31:28: Und da ist ja das klassische Argument was sehr wichtig ist, dass es der Streik des wichtigste, das schärfstisch schwer hat – so haben wir es gelernt – ist im Arbeitskampf Das Ding ist, auf der Kalkat-Mühleheimer Straße in den größten Teil kriminalisierte kleine Weden und Wettbüros.

00:31:49: Also sozusagen die Menschen keinen unmittelbaren Zugriff auf dem Produktionsapparat haben wie sie lahmen legen können weil okay macht der Laden nicht auf und dann braucht es andere Tools die Menschen organisieren das heißt in der Welt in der Surpluspopulation Überschussbevölkerung sozusagen in unterschiedlichen Kontexten auch sowas wie die Reserve Armee oder das Lumpenproletariat.

00:32:16: Die am stärksten wachsende Klasse der Welt ist, also wir müssen uns vorstellen dass gerade ca.

00:32:24: eine Ebene von Menschen die jetzt in sogenannten Slums und unformellen Siedlungen lebt, wie auf der Welt gelebt haben als Max Kapital geschrieben hat.

00:32:33: Also das Level an Verehlendungen auf diesem Planeten ist so krass systematisch groß.

00:32:40: Das ist schwer, sich das vorzustellen und dafür braucht es natürlich Tools.

00:32:43: Weil die Menschen in nur anderen Verhältnissen zur Produktion stehen und das Verhältnis drückt sich aus durch den Zugriff staatlicher Gewalt auf die Menschen.

00:32:54: Und das ist eine andere Art zu organisieren oder noch mal eine zusätzliche Art zu organisieren, die wir auf dem Schirm haben müssen wenn wir der Politischen Ökonomie irgendwie was entgeben setzen.

00:33:04: und da finde ich diesen genau dieses Zitat von Ruth Wilson Gilmore einer Abolutionistin, die schon sehr stark streng das kommunistischen Abolutionismus ist.

00:33:20: Genau das quasi sagt es wenn wir uns die weitere Linse von Abolutionismos angucken dass die Menschen in den Umständen indem sie in den Kampf treten Die Klassen zu Gehörigkeit nicht automatisch durch sowas reflektiert wird wie das industrielle Proletariat.

00:33:39: und Das ist sozusagen eine ganz, ganz wichtige Analysekategorie für die Kernförder gegen.

00:33:45: Haben wir auch in der Analysel wie funktioniert eigentlich Kapitalismus zum Beispiel auf der Kalten-Mühlenheimer Straße?

00:33:50: Zum Beispiel auf den Sonnenalleezeln zu sagen weil das kostet ja quasi erstmal Geld und dass das Kapital durch die politiven Systeme durch die Polizei oder bald auch jetzt schon die Bundeswehr in diese politiven systeme geleitet wird, da die Kapital da einfließt.

00:34:08: Also ich weiß nicht wie es euch geht, das ist natürlich nicht nur eine Kritik die irgendwie abstrakt ist sondern immer mehr soziale Sachen werden zusammengekürzt.

00:34:17: Ich weiß selbst nicht wie's mit meiner Job-Situation weitergeht und bin damit noch einer in meinem Umfeld was so safer ist.

00:34:24: So viele Leute, die gerade ihre Jobs verlieren aus allen möglichen Bereichen Und alles was du die Job-Börsen anguckst ist Bundeswehr In Köln der Verfassungsschutz Bundeswehr, Verfassungschutz Polizei.

00:34:36: also Diese Aufblähung, dieses politziden Staatsapparat ist gerade die autobitäre Wende.

00:34:42: Ist so sehr, sehr merklich auch in unseren Federn quasi unserem Umfeld.

00:34:49: Genau.

00:34:50: Aber vielleicht noch irgendwas kurz zum Casing was das so inspirierend für mich machte?

00:34:58: Von der Initiative Pedro gerade erzählt ja wer?

00:35:00: Kampf für Gerechtigkeit für Pedro, der gerade erst angefangen hat in Köln und die Mutter ist aus Venezuela gekommen.

00:35:07: Die war selbst am... Telefon zwei Minuten bevor quasi Peter uns Koma gebracht wurde, weil.

00:35:14: Immer wenn er quasi diese Phasen hat an der gestruggelt hatte sein Mama verständlicherweise angerufen und gefacet teint.

00:35:21: Und die ist jetzt hier und pflegt ihn im Krankenhaus.

00:35:25: Es ist ein Fall wo er selbstverständlich nie wieder aufwachen könnte wird... ...und sie kommt rein und sagt hey ich kann mich gerade in den politischen Kampf unterstützen Aber mir ist es wichtig, dass mein Sohn auch nicht so eine Märtyper wird.

00:35:40: Sondern das muss um den politischen Inhalt gehen.

00:35:42: Es muss um die Zustände gehen, die ihm dahin gebracht haben in so einer Situation.

00:35:48: Natürlich krass von dieser Person kann ich mir so viel abschneiden wenn's um Casing geht und meine politische Position vor meinen Verletzungen und Traume quasi zu setzen in der konkreten Organisierung genau.

00:36:05: Ja natürlich für die Einblicke großfroh Ich finde das sehr interessant den Punkt, den du aufgemacht hast.

00:36:12: Also was ist sozusagen... Es wirft ja so die Frage auch von Subjektivität, also politischer Subjektivity und der damit einhergehenden auch irgendwie gefühls Landschaft, die sich auch in einen Körper und in einem Bewusstsein einprägt.

00:36:28: oder wenn man natürlich erstmal die Frage stellt okay, was ist das neue Klassensobjekt?

00:36:33: Und was ist eine politische Subjektivities- und Klassenbewusstsein in einer ganz neuen Beziehung, die wir erst mal herausfinden müssen zum Kapital zur Produktion.

00:36:44: Und was macht es eigentlich irgendwie mit der Art und Weise wie Menschen sich selbst erleben oder sich in Beziehungen zu sich selbst und ihrem Umfeld und auch ihrer Trauer und ihren Verlusten?

00:36:55: Und auch dem Leid das ihnen angetan wird überhaupt setzen können?

00:37:00: Ich finde ist eine sehr spannende Frage und das ist auch eine sehr gute Überleitung einem Text, den ich auch heute mitgebracht habe.

00:37:10: Also die Frage ist zu sagen wer ist das trauernde Subjekt?

00:37:13: Wer kann überhaupt trauern und wie vormt es eine politische Subjektivität?

00:37:18: Und ich hab ja eben auch schon so den Punkt aufgemacht.

00:37:22: Ich würde auch zeigen dass was du gerade beschrieben hast ist vielleicht diese Strategie von encasing und das was z.B.

00:37:27: Pedro's Mutter gesagt hat ich will nicht dass bei Sohn ein Märtyrer wird finde ich Vielleicht genau das, was ich eben meinte mit so einer Unterscheidung zu so ner linken Melancholie wo man sich irgendwie zurücklehnt und sich der Ohn macht.

00:37:45: Und vielleicht auch einfach diesen schlechten Gefühlen überlässt.

00:37:50: Wo es sehr schwer fällt, etwas hinauszuweisen, dass über die eigene Gegenwart hinausgeht.

00:37:57: Das finde ich einen starken Kontor beruht dagegen.

00:38:00: Walter Benjamin hat schon in den neunzehnten Hundertdreißigern über die linke Melancholie geschrieben, aber jetzt war das vor allem gemeint als eine Kritik an Schriftstellern wie Erich Kessner und gegen Teile ja des linksbürgerlichen also der linksbürgernischen intellektuellen Szenen.

00:38:19: Der Weihmacher Republik in der eben auch so Erfahrung von Niederlagen und oft verloren Revolution verlorenen Kämpfen gescheiterten Hoffnungen nicht übersetzt wurde in der revolutionäre Praxis, sondern eher zu so einer Art und die dauerhafter Leidens identitätswurde.

00:38:37: Und fast schon ... Man könnte auch sagen, wenn man den Text heute lesen würde, so einem Lifestyle oder auch so ein Vermarktungsargument, eine eigene Literatur.

00:38:48: Genau Benjamin hat dann in diesem Text was Interessantes, welches ich finde.

00:38:51: Benjamin selbst hat zum Teil sehr melancholische Züge aber er hat in dem Text diese Selbstbezogenheit, das Ironie und auch Moralisierung.

00:39:00: Und letztendlich Resignation die politisch unwirksam ist kritisiert.

00:39:08: In dem Text musste ich denken als ich einen anderen Text den ich heute eigentlich mitgebracht habe.

00:39:15: Den ich in einem vergangenen Jahr sehr häufig gelesen hab im Kontext von Trauer und politischer Trauer.

00:39:22: Ich finde es einer der stärksten Texte der letzten Jahre, die sich mit diesem Thema beschäftigt.

00:39:28: Ein Text, der sich mit der Unmöglichkeit von Trauer auch beschäftigt und aus dieser Unmöglichkeit heraus nochmal einen ganz eigenen sehr ambivalenten Take macht zum Thema Melancholie.

00:39:40: Und zwar ist es der Textkende Palästinie Mullen von Abdul Jarab Omar.

00:39:45: Der ist Auto- und Philosoph und lehrt unter anderem an der Besaid Universität in Ramallah in Palästina, wo ich ihn übrigens auch im Herbst letzten Jahres kennenlernen durfte und sehr viel Bräude bereitet.

00:40:03: Ich werde die Texte jetzt einfach mal vorstellen.

00:40:06: Der ist ja sehr reich deswegen auch der Barcodes- und Einlagen dazu den Text selbst zu lesen aber ich werde jetzt so die zentralen Punkte des Textes einmal umreisen.

00:40:20: In diesem Essay untersucht Oma und konnte die Unmöglichkeit, wie ich schon sagte, palästinensischer Trauer unter den Bedingungen gauhafter Satzung, Gewalt und Genozid.

00:40:32: Und der Text ist vor allem auch eine Reaktion auf einen anderen Text, den Julius Butler kurz nach dem siebten Oktober zwanzig dreinzwanzig geschrieben veröffentlicht hat wo Butler sagt trauer könnte ein Mittel der Gewalt Unterbrechung sein.

00:40:48: Also die Trauer als Mittel der Gewaltunterbrechungen diskutiert und sagt, wenn es einen Ort gibt ein gemeinsamen Ort wo sich heute noch Palästinenserinnen und Israelis treffen können dann ist das die Trauere.

00:41:01: Und Omar sagt im Grunde dass das nicht sein kann argumentiert in seinem Text des Palästenensern im Gegensatz zu der Besatzung.

00:41:12: Die notwendige Zeit wird notwendig zeitlich und auf physische Schutzraum fehlt Fühlt diesen Prozess und erinnert in dem Sinne auch natürlich an die Machtasymmetrie, die dann manchmal verloren geht.

00:41:23: Weil man sagt ja irgendwie es gibt eben diese Räume oder diese Gefühlslandschaften, in denen sich diese Menschen noch treffen können.

00:41:30: Und er sagt Palästin Ensign wird das Trauern systematisch verweigert.

00:41:34: deswegen könnte wir uns dort nicht treffen.

00:41:37: sie wird verweiegert eben einmal erstens durch das Fehlen wie ich schon sage so einer zeitlichen Konstante Einer Duree wie Omar das nennst ein Begriff den er wahrscheinlich bei dem Philosophen-Jagd, der die da sich ausgeliehen hat.

00:41:51: Zweitens sagt er nicht nur wegen der fehlenden Zeit und den Räumen vertrauen wird es wird die Trauer verunmöglicht sondern auch weil die Besatzung mit der gezielten Versuch natürlich der Auslöschung einer palästinentischen Subjektivität auch eine sehr große Rolle spielt.

00:42:09: also die Frage eben wer hat die Mittel die eigene politische Situation so zu begreifen, sich so zu situieren auch sprachlich sich verständlich zu machen und auch sozusagen wahrnehmbar zu machen.

00:42:22: Die eigene Trauer um auch vielfältige Praktiken der Trauer zu ermöglichen überhaupt eine Beziehung zuzulassen zu der eigenen Gegenwart, die aber vielleicht eben auf die... und das ist ja immer so.

00:42:34: Der Kern der Trauer etwas was über die eigene Gegenwart oder das Unmittelbare selbst eigentlich hinaus war es wie willst du das schaffen wenn du eigentlich durchgehend bedroht bist?

00:42:46: Durch Auslöschung?

00:42:48: Durch Tod?

00:42:50: Zitat er schreibt an der Spelle des Todes zu leben wo Verlust nicht nur das ist was geschah sondern auch das was noch kommen wird.

00:42:59: Dieser Horizont der Abscheu und des Verlusts handelt nicht nur von der Endlichkeit des palästinensischen Volkes, sondern auch von der Anerkennung der Auslöschung der palästeinensischen Subjektivität.

00:43:11: Und dem dann argumentiert Oma dass eben auch ein palästenensischer Widerstand in seinen sehr verschiedenen unterschiedlichsten Formen letztendlich dafür kämpft oder kämpfen muss das den Prozess der Trauer überhaupt erst möglich zu machen und das Recht auf Trauer, wie er es auch nennt zurückzugefangen.

00:43:31: Weil er etwa zum Beispiel auch beschreibt ist, dass Klagen oder die Trauer unter der Besatzung innerhalb der palästinensischen Gesellschaft als verratgedeutet werden kann weil es sozusagen etwas ist was man dem peint nicht gönnen will und der Gewalt, die einem antut, keinen Sinn verschaffen will indem man darauf mit Trauer reagiert und dass auch deshalb die wahre, ungestörte Trauer erst auf die Zeit nach der Befreiung vertagt wird oder verschoben wird.

00:44:02: Um jetzt zur Melancholie zu kommen... Ich finde das interessant weil einerseits sagt Abdal Javad Omar diese Melancholie... Er beschreibt es als ein sehr komplexer auf seine widersprüchliche Reaktion auf diese systematische Verweigerung der Trauer oder des Rechtsauf-Trauer.

00:44:19: er sagt eineseits ist Melancholi so ein Symptom der Lähmung Also wenn sozusagen stellige Abfolge von Verlusten und Gewalt die Trauer verunmöglicht, auch den notwendigen zeitlichen oder physischen Raum für die Trauern verunemöglicht.

00:44:33: Erzeugt das eben eine melancholische Subjektivität.

00:44:38: Und in diesem Zustand wird manchmal der Widerstand tatsächlich aufgegeben und die Hoffnung schwannet weil es letztendlich so eine pathologische Zukunftlosigkeit beinhaltet, wo eben die Vergangenheit nur noch als tragisch und die Gegenwart festgefahren und die Zukunft unmöglich erscheint.

00:44:58: Und er sagt Palästina wird so zu einem Ort, einem verlorenen Objekt an das man sich zwar klammert ohne es aber betrauen, aber auch ohne es loslassen zu können.

00:45:09: Er sagt auch dass die Melancholien politisches Instrument der palästinensischen Autonomiebehörde ist dass die palästinensische Autonomiebehörde, so die Verkörperung dieser Melancholie ist.

00:45:22: Er beschreibt sie sozusagen als Torwächter der die Trauerfähigkeit blockiert in dem die paläsinnensische autonomiebehörder ein Trugbild von Souveränität aufrecht erhält während sie gleichzeitig die Grundlagen für eine reale palästenensische Zukunft unsere Souveranität untergrählte.

00:45:41: Gleichzeitig argumentierte eben auch das es die andere Seite dass Melancholie aber auch eine formative Kraft für den Widerstand trotzdem haben kann und auch hat.

00:45:51: Und er sagt gerade, weil man vielleicht eben diesen Verlust nicht verarbeiten kann und eben nicht hinter sich lassen kann wie es so der klassische Trauerarbeit jetzt in einem psychologischen Sinne auch erfordern wurde, eben nicht abschließen kann wird der Schmerz der einem angezogen wird konserviert und in einen politischen Anspruch der Grievance, also der Besperrdurken gefandelt oder der Klage könnte man es auch nennen.

00:46:18: Und diese Formen der Melancholie sagt, er bildet so das psychiaffektive Gewebe des Widerstandes im Palästina.

00:46:29: Also sie zeigt sich zum Beispiel trotzdem im Verlust des Weitermachens, zeigt sich auch eine gewissen Mehrführerkultur.

00:46:40: Aber er sagt auch zum Beispiel bei Kämpfer, die ihren Schmerz als Antrieb nutzen.

00:46:47: Um das vielleicht zusammenzufassen und zu einem Schluss zu bringen... Also für OMA ist einerseits die Melancholie der gegenwärtige existenziellen Zustände der Palästinenser erinnern, solange die koloniale Gewalt anlauert, während sie einerseits in politische Lähmung führen kann, dient sie andererseits auch als Speicher für die Trost.

00:47:07: Speicher konserviert den Trost eben so lange, also solange er sozusagen nicht zugänglich ist.

00:47:14: Nicht erreichbar wird dieser Prost solange konservieren bis die Bedingungen für eine echte ungestörte Trauer kämpft sind.

00:47:23: Für mich ist ein bisschen die Bronte daraus auch irgendwie auf einer Art und Weise natürlich erschütternd weil letztendlich sagt er bis es soweit ist lebt man in dieser Trostlosigkeit richtet sich in dieser Trostlosigkeit ein.

00:47:37: Gleichzeitig ist es, glaube ich, aber auch gerade dieser, was ich vorhin beschrieben habe – dieser realistische Blick auf die eigenen Mittel und auf die eigene Möglichkeiten, die finde ich auch in diesem Text sehr stark herausgearbeitet werden.

00:47:52: Danke!

00:47:54: Das Grabe-die-Innen der Zeitlichkeit erinnert mich so sehr an das, was Hannah Proctor in ihrem Buch Bescheid, was wir auch kurz anreißen wollten.

00:48:10: Also sie bezieht sich erst mal auf Douglas Crimm und er bezeichnet so Trauer als ein affektives Register und das heißt dass Widerstand in ganz vielen verschiedenen emotionalen Registrat stattfinden kann.

00:48:23: Und für mich bedeutet es sowas wie diese eligen Rufe die wir befühlt geführt uns nichts schreien wenn wir auf der Straße sind und sagen von Trauer zu Wut, zu Widerstand immer wieder.

00:48:36: Wenn es um H-Nau geht jetzt bei Pedro also die politischen Organisationsformen wie sich um so krasse Gewalt und Tod drehen innen dass die Sagen der Widerstand oder weil er die revolutionäre Praxis findet eben nicht nur in diesem Part Zuwiderstand stand sondern Von Trauer ist da schon mit drinnen.

00:48:59: und von Trauers Zubut zu Wida Stangen ist der gesamte Signifikat quasi, wo revolutionäre Praxis stattfindet.

00:49:08: Und sie endet in meiner freien Übersetzung so trauernder Meditanz geht es nicht um Rache sondern um Gerechtigkeit.

00:49:22: Es geht nicht nur darum die Vergangenheit zu ehren Sondern die Gegenwart zugunsten der Zukunft zu transformieren.

00:49:33: Die Toten werden nur vor dem Feind sicher sein wenn er besiegt ist.

00:49:40: Und das bedeutet für unsere Praxis in der Gegenwart, dass wir mit dem Geistern der Toten und dem Gespenst des Kommunismus laufen müssen um die Strukturen der Gegenwarn zu transformieren, die dort lebenden, die uns Gerechtigkeit erkämpft.

00:49:56: Und ich finde diese Zeitlichkeit von wie beziehen wir uns auf die Vergangenheit?

00:50:00: Was macht das bei uns nun jetzt an?

00:50:01: Auf welche Zukunft fressen wir hin?

00:50:03: Deine sehr große Parallele.

00:50:05: Hast du noch was, das dir aus dem Crop der Texte aufschlüsst?

00:50:13: Ich dachte gerade so wow!

00:50:14: Das ist gerade so ein wunderschönes Schlusswort.

00:50:16: Eigentlich darf ich gar nichts hinzufügen aber ich finde es interessant.

00:50:19: Ich glaube wir haben uns in ähnliche Ställe aus dem Text von Herrn Abrockler ausgesucht.

00:50:24: Also für diejenigen, die den Text erstmal nicht kennen, es ist dieses Buch Burnout Emotional Experience or Political Defeat Auch eine Leseempfehlung an dieser Stelle, es ist ein sehr wissenschaftlicher Text finde ich.

00:50:37: Also ich weiß noch als ich zum ersten Mal gelesen war das mich sehr überrascht.

00:50:40: Ich hatte so ein bisschen glaube ich in einer etwas essayistisch gefühlsvolleren Auseinandersetzung mit dem Thema erwartet.

00:50:46: aber es ist irgendwie sehr viel historischer Kontext.

00:50:50: Es ist sehr viel, ich glaube Hanna Proctor ist auch Historikerin Meins wissen's nach?

00:50:56: Okay Genau Aber ich glaub es hilft manchmal auch.

00:51:01: also der Text Finde ich, spielt auch immer mit so einer gewissen, manchmal physischen Nähe und Distanz, emotionalen Näh und Distance.

00:51:09: Was vielleicht genau das was du gerade auch beschrieben hast diese Zeitlichkeit auch ganz gut in der Bewegung im Text widerspiegelt.

00:51:18: also ich glaube es ist sehr wichtig wenn wir uns Natürlich werden wir unsere Gegenwart und auch die aussichtslosen Kämpfe und Verluste unserer Gegenwarte begreifen wollen oder bewältigbar machen wollen, in die Geschichte zu schauen.

00:51:33: Weiß nicht wie oft hat Fidel Castro verkackt bis er einmal diesen Wessel ist es sehr inspirierend also Und dann irgendwie zu schauen okay manchmal sind das halt einfach unterschiedliche Faktoren die zusammenkommen und dann plötzlich einen sehr aussichtslosen Kampf plötzlich doch irgendwie erfolgreich machen und all diese Dinge.

00:51:53: Aber ich finde es sehr wichtig, was du eben auch schon angesprochen hast.

00:51:56: Das ist sehr signifikant.

00:51:57: also das der Widerstand nicht wenn wir sagen von Trauer zu Wut zur Widerstand dass der Widerspann sozusagen nicht so der Endpunkt ist sondern dass das der widerstand verwunden wird schon mit einer widerständigen revolutionären Praxis der Trauer das eigentlich dieses dreiergespannteil einer revolutionären wiederständigen Praxis ist.

00:52:17: Und ich find es auch sehr schön, aus einer natürlich feministischen Perspektive in Ihrem Text auch sagt, dass das ehrlich Eingeständnis von Verlusten natürlich auch in der Gegenwart mit einer feministischen und auch praxisstheaktiven Fürsorge verbunden sein muss.

00:52:34: Und wo auch kaum ist für den Zorn lieber des gegenwärtige Unrecht oder das wahre Heilung eben als politischer Prozess verstanden werden muss.

00:52:45: Sie spricht auch in dem Text von Anti-Adapte Feeling, also es spricht diskutiert im Grunde die Möglichkeit wie können wir in der Gegenwart heilen ohne uns an die Verhältnisse und die Bedingungen anzupassen, die uns kakut machen?

00:53:01: Ich glaube das kann man sich noch mal ein Detail im Text anschauen.

00:53:06: aber ich finde eben dieses Spannungswelt sehr interessant auch das was sie sagt Aushalten der Gegenwart, aber gleichzeitig auch die Gegenwart überwinden zu wollen zwischen Erbschöpfung und auch der Erbsköpfung Raum geben.

00:53:23: Aber gleichzeitig trotzdem mit Dringlichkeit zu kämpfen.

00:53:26: und letztendlich sagt sie ja dass die soziale Transformation untrennbar ist mit der Fähigkeit Aufverbunden ist, kollektive Wunden aufzuarbeiten im Hier und Jetzt.

00:53:37: Aber gleichzeitig eine gerechtere Zukunft zu kämpfen.

00:53:40: Und das nennt sich auch... Ich glaube, das hast du ja eben auch zu Teil übersetzt.

00:53:44: Mournful Militancy.

00:53:48: Genau, wo sie schreibt ... Ist das eigentlich das Zitat, dass du immer auch übersetzt hast?

00:54:03: Ja ne?

00:54:04: Jetzt nochmal auf Englisch.

00:54:06: Anscheinend sehr tolles Zital, weil wir beide ganz zufällig aus diesen vierhundert Seiten... Genau!

00:54:12: Okay vielleicht ist es auch mehr weniger.

00:54:14: Aber genau dann vielleicht noch zum Ende wo ich dann sage without a social reckoning morning is impeded which another way of saying no justice No peace.

00:54:28: Und hast du Hoffnung für die Zukunft?

00:54:30: Wir haben ja so ein bisschen auch Ankündigungstexte eingeschrieben.

00:54:34: Was für eine Rolle spielt der Hoffnung, wenn wir trauern so viel das... Wie guckst du auf den Zukunft, hoffst du dass es immer besser wird?

00:54:40: was für eine Role spielt für dich?

00:54:44: Ich bin ein vollkommen hoffnungsloser Mensch muss ich dazusagen.

00:54:49: Ich habe das überrascht mit noch häufig, wenn dich auch manchmal bei Lesungen gefragt.

00:54:55: Für mich persönlich, aber ich glaube da gibt es ganz so einen Unterschied.

00:54:58: Ich habe das auch schon häufig diskutiert mit anderen Autoren.

00:55:03: Ich glaube dass wir auch kämpfen müssen wenn jede Hoffnung erschöpft ist und wenn alles hoffnungslos und aussichtslos erscheint.

00:55:10: Und für mich persönlich sagt man ich kämpfe eher aus Überzeugung statt Aushoffnung weil... ...für mich persönlich ist Hoffnung immer sehr etwas sehr vulnerables und dann die Hoffnung irgendwie wieder zu gewinnen.

00:55:22: Und dann weiter zu kämpfen ist immer für mich erstmal sehr, sehr kräftezehrend.

00:55:26: Weshalb ich es immer bevorzuge, mich zu fragen wie kann ich auch kämpfen wenn keine Hoffnung in Sicht ist?

00:55:32: Ich glaube aber dass ich trotzdem überzeugt bin das es sich immer lohnt zu kämpfen.

00:55:40: Wie gesagt selbst wenn keine hoffung in sicht ist.

00:55:42: um das so kurz zu machen Ich schaue es bei dir aus.

00:55:47: Sorry, ich muss jetzt kurz diese Banane essen!

00:55:50: Äh... Ja letztens habe mich da genau das auch gefragt und es war so ne, ehrlich gesagt glaube ich will kämpfen und dann ist es schlechter als vorher und dann bin ich tot.

00:56:01: Also das wirklich, glaub ich, mein realistischer Ausblick für die Zeit.

00:56:05: Und dann ist ja so ein bisschen die Frage was macht's mit meinem Kampen?

00:56:08: Mit unserem Kampf?

00:56:08: Was machts mit irgendwie der Organisierung?

00:56:11: Und machte es einen Unterschied ob ich da drin Hoffnung hab oder nicht?

00:56:14: also Genau, und dann bin ich in der Auseinandersetzung oder als du mir noch mal ein paar Tizen gemacht hast irgendwie bei einem anderen Punkt rausgekommen.

00:56:20: Als eigentlich gedacht hat weil dieser Ausgangspunkt ist ja so bisschen dieses Mike Davis Zitat.

00:56:25: Ich habe vorhin seine Studie zu so Überschussbevölkerung erwähnt.

00:56:30: Der wird immer so Prophet of Doom genannt oder so.

00:56:33: Er hasst diesen Spitzname oder er hatte das Spitznamen gehasst aber Seine Studien zeigen schon so dass die Misere da wird krass auf.

00:56:42: Ein marxistischer Geograf Gut, das große Lesen hat Lisa Prilo.

00:56:47: Naja und er hat irgendwann gesagt fight with hope or fight without hope but fight absolutely.

00:56:53: Also kämpft mit Hoffnung oder ohne aber kämpf halt absolut.

00:56:56: Das haben sie eigentlich schon mal so mit mir getragen.

00:57:00: Und was ich auch mochte ist die Auseinandersetzung von dem Magazin Salvage dass es ultra krass gute Beiträge zu maxistischen Perspektiven auf alles mögliche Fiegel-auf-Klima bezogen, aber nicht nur.

00:57:20: Und die hatten mal so... als sie angefangen haben einen kleinen Schlüsselanhängerdarstand drauf, sowas wie Hoffnung ist kostbar, also kostbar dass sie rationiert werden muss und haben ein bisschen so einen angeblichen Lening Zitat so einen Spin gemacht wo er das gleiche mit Freiheit gesagt hat, weil wird debattiert auch Leningus wirklich gesagt hat Es fand es gut also genau Hoffnungen zu rationieren.

00:57:47: Dann war ich kurz im Text von Fabian Saul, der Asporist.

00:57:54: I hope in the womb with us und den fand ich, er hat mir einen anderen Spin gegeben weil Hoffnung genau in diesem Text keine Erlösung ist sondern vor allem eine Verweigerung von Verwechslungen die Verweigungsstruktur mit Schicksal zu verwechseln also dass es so sein muss wie es gerade... Also das nicht so.

00:58:13: beim Daphys ist Herrschaft sich schwer zu verwechseln und das was existiert mit dem, was existieren muss.

00:58:23: Also sozusagen der Niederlage entgegenzustellen und es ist kein Optimismus sondern eine Verpflichtung.

00:58:29: und dann war ich so okay wenn jemand mir sagt dass meine Revolutionäre für Licht da habe ich jetzt halt Hoffnung.

00:58:36: Wow!

00:58:37: Und damit sind wir am Ende rausgekommen.

00:58:39: und dann dachte ich mir auch wirklich egal weil dieses Zitat Was hier auf dem Banner ist, sieht man ein bisschen schwierig von den Alpers Pilipinas Genossinnen die ja hier in Berlin organisiert sind.

00:58:50: Das ist einer der Anführer oder der Gründer der bis heute existierenden Struktur der filipinischen Befreiungsbewegung, der linken filipinischen Befreiung Bewegungen transnational.

00:59:00: und da steht drauf dass der Kampf um die Befreiungen das nächste beste ist neben der wirklich so eine Befreiheit.

00:59:10: Ich habe die deutsche Übersetzung vermasselt Das Struggle for Freedom ist das beste, um eigentlich frei zu sein.

00:59:17: Und damit endet Anko!

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